Nuklearmedizinische Gelenktherapie (Radiosynoviorthese)

Zweck der Therapie: 

Die Radiosynoviorthese, kurz RSO, dient der gezielten, lokalen Therapie entzündeter Gelenke, weitgehend unabhängig von der Grunderkrankung. Diese Behandlung ist angezeigt bei chronischen Entzündungen der Gelenkinnenhaut (sog. Synovialitis) mit wiederkehrenden Gelenkergüssen und Schmerzen z.B. bei:

  • chronischer Polyarthritis, rheumatoider Arthritis („Gelenkrheuma“)
  • reaktiver Arthritis (z.B. nach Magen-Darm-Infekten)
  • Gelenkentzündung bei Schuppenflechte
  • PVNS (pigmentierter villonodulärer Synovialitis), 4-6 Wochen nach OP
  • reaktiver Gelenkerguss nach Prothesenimplantation (vor allem Knieprothese)

Die Indikation zur RSO wird durch den behandelnden Arzt, in der Regel ein Rheumatologe oder Orthopäde, gemeinsam mit dem Nuklearmediziner gestellt. Voraussetzung für die Behandlung ist der Nachweis einer Entzündung der Gelenkschleimhaut, einer sog. Synovialitis, durch eine aktuelle Skelettszintigraphie oder in Einzelfällen durch eine Kernspintomographie.

UNTERSUCHUNGSABLAUF

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